Wer aufräumt, räumt die Seele auf.
Wir umgeben uns mit Allerlei, mit Gegenständen, Kleidung, Einrichtungen, Bücher, Hobbies und nicht zuletzt mit Freunden, Bekannten und sozialen Gruppierungen.
Das ist gut so, weil wir soziale Wesen sind und nicht für uns allein ein geglücktes Leben führen können.
Viele Philosophen und Religionen weisen uns auf Genügsamkeit, Zufriedenheit, inneres Glück und Wohlbefinden hin (z.B. Sokrates, Marc Aurel, Seneca, Einsiedler, Kirchenlehrer und Wüstenväter).
Andererseits haben wir gelernt, in vieler Hinsicht Befriedigung zu erreichen- zumeist durch Genuss und Gebrauch von Dingen.
Wer aber einen Ausgleich sucht- zwischen innerer Zufriedenheit und äußerem Wohlbefinden, kommt bald zu dem Versuch, eine goldene Mitte zu finden – zwischen Einfachheit und Vielfalt, zwischen innerer Welt und äußerer Beeinflussung zwischen Ich und der Welt insgesamt.
Sinnliche Eindrücke können zur Überflutung führen, Stimulierung kann zur Abnutzung, Verödung und Abstumpfung führen.
Alle Philosophien und Religionen kennen die Wege der Versenkung, Einkehr, der geistigen Exerzitien und Meditation und Stille. Unsere Welt und die eigene Umgebung neigen immer deutlicher zu Reizüberflutung. Geistig kann dies zur Überforderung und körperlich zur Verkrampfung führen.
Im Sonnengeflecht, in der Mitte unseres Körpers wird ein harmonisches Gleichgewicht zwischen Sympathicus und Parasympathicus angelegt, es lässt uns aktiv und neugierig sein, aber auch ruhig und gelassen.
Übung
1.
Erstelle eine Liste von Gewohnheiten, die für Dich sehr viel wert sind.
Beschreibe Deine Wohnung, welche Gegenstände für dich hilfreich, notwendig oder zweckmäßig sind.
Dasselbe versuche mit deiner Kleidung, den Schuhen den Accessoires zu verfahren.
2.
Dann geh in dich und beschrieb, was Dich wirklich zufrieden sein lässt, dir wichtig ist und wohin deine innere Reise gehen soll.
3.
Schließlich bestimmst du, wie groß deine Bereitschaft ist, los zu lassen, sich zu trennen, Entbehrungen auszuhalten und dann kommst du zu einer Auflistung des Weglassens.
Schnell ergibt sich eine To-Do Liste: Freunde, die vielleicht gar keine mehr sind, Kontakte, die dich nicht wirklich bereichern, Dinge, die du täglich um dich hast, aber ganz unnötig sind. Bücher, die du nie lesen wirst, Zeitschriften, die du ungelesen herumliegen lässt, Schuhe, die du sicher nicht mehr anziehen wirst, Kleidung, die andere viel besser gebrauchen könnten….
Nur zu fang, an und du wirst sehen, wie leichter die Seele wird, befreit von zu Vielem und wie die Eindrücke eine neue Richtung bekommen.
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Dr. Gerhard Leinhofer – Psychologe und Coach – Regensburg und Umgebung